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„Spüren statt Hinsehen“: Bayerische Forschungsstiftung fördert Forschungsprojekt zu neuartiger Softtouch-Funktionsoberfläche

Der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer, übergab in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats der Bayerischen Forschungsstiftung am 25. Juli in Bayreuth den Bewilligungsbescheid für ein Forschungsprojekt, das sich mit einer neuartigen Softtouch-Funktionsoberfläche beschäftigen wird.

Übergabe des Bewilligungsbescheids an die Projektpartner durch Staatsminister Franz Josef Pschierer (Mitte rechts) und den Präsidenten der Bayerischen Forschungsstiftung, Professor Arndt Bode (Mitte links) (© NMB)

 

Die Bayerische Forschungsstiftung fördert mit dem Projekt SenseSkin „Entwicklung von neuen Materialien zur Realisierung funktionsintegrierter Softtouch-Komponenten in einem einstufigen Spritzgießprozess“ ein Projektkonsortium, das in den nächsten drei Jahren eine neuartige Softtouch-Haptik für Bedienelemente, insbesondere im Automobilinnenraum, entwickeln wird. Kernidee ist dabei das Prinzip „Spüren statt Hinsehen“. Hierzu soll die Bestätigung eines Bedienwunsches, der über einen Druckimpuls in die neue Softtouch-Oberfläche ausgelöst wird, rein haptisch direkt über die Fingerspitze erfolgen. Weitere Anwendungen dieser innovativen Softtouch-Funktionsoberfläche werden in der Medizintechnik, aber auch in der Luftfahrt und bei Weißer Ware gesehen.

Das Projekt hat sich anspruchsvolle Ziele gesetzt: Zunächst muss das passende Material gefunden werden: Dies ist Aufgabe der HEXPOL TPE GmbH. Die Universität Bayreuth wird diese Suche durch begleitende Analysen von der Materialentwicklung bis zum Demonstrator unterstützen. Die Isosport Verbundbauteile GmbH kümmert sich um die Entwicklung der Deckfolie, auf die anschließend die Leiterbahnen gedruckt werden. Und dann geht es natürlich auch um den Herstellungsprozess: Die Dr. Schneider Kunststoffwerke GmbH übernimmt die Entwicklung des hoch anspruchsvollen Spritzgießwerkzeugs, denn es ist Ziel, Bauteile ohne Nachbearbeitung herstellen zu können. All diese Erkenntnisse fließen in die Entwicklung des optimalen Fertigungsprozesses ein, der von der Neue Materialien Bayreuth GmbH erforscht wird. Dabei gilt es, einen komplexen Prozess zu erarbeiten, bei dem mehrere Folien und Hart- und Weichkomponenten miteinander verbunden werden müssen und gleichzeitig die Funktionalität sichergestellt werden muss.

HEXPOL TPE GmbH aus Lichtenfels ist ein renommierter Hersteller von kundenspezifischen Weichthermoplast-Compounds für die Kunststoffindustrie, unter anderem für die Automobilbranche. Die Universität Bayreuth besitzt als forschungsstarke Campusuniversität einen anerkannten Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet der Polymer-Wissenschaften. Die Dr. Schneider Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Kronach-Neuses agiert als weltweit tätiger Zulieferer von hochwertigen, funktionalisierten Kunststoffprodukten für den Automobilinnenraum. NMB beschäftigt sich seit langem mit der Entwicklung von Spritzgießprozessen für Mehrkomponentenverbunde, insbesondere in Verbindung mit neuen Materialvarianten. Der assoziierte Partner Isosport Verbundbauteile GmbH aus Eisenstadt im österreichischen Burgenland ist Weltmarktführer bei Kunststoff-Verbundmaterialien für die Ski- und Snowboardindustrie.

Der Festakt bei der Neue Materialien Bayreuth GmbH fand unter Beteiligung von Vertretern der Projektpartner und Gästen aus der überregionalen und regionalen Politik sowie Institutionen statt. Im Anschluss wurden einer Gruppe um Staatsminister Pschierer und BFS-Präsidenten Prof. Bode, im NMB-Technikum die aktuellen Forschungsaktivitäten vorgestellt.


Ansprechpartner für diese Pressemeldung:
Neue Materialien Bayreuth GmbH | www.nmbgmbh.de
Dipl.-Ing. Claudia Benedickt | Telefon: 0921 507 36 132 | E-Mail: E-Mail