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SenseSkin – Entwicklung von neuen Materialien zur Realisierung funktionsintegrierter Softtouch-Komponenten in einem einstufigen Spritzgießprozess“

Das Projekt SenseSkin erforscht die werkstoff- und prozesstechnischen Voraussetzungen für die Interieurkonzepte der Zukunft.

Foto: NMB

Während in den Automobilen der 70er Jahre Drehregler, Schieber und Hebel die Bedienelemente im Fahrzeuginnenraum dominierten, wandelte sich das Erscheinungsbild des Interieurs bis zur heutigen Zeit grundlegend. Ursache hierfür sind zum einen gestiegene optische und haptische Anforderungen, zum Anderen immer komplexere Bedienfunktionen an der Schnittstelle zu den Fahrzeuginsassen.

Vorangetrieben wird dies durch futuristische Interieurkonzepte für autonom fahrende Fahrzeuge. Da hier die Fahrzeuginsassen dem Straßenverkehr weniger Aufmerksamkeit widmen müssen, wendet sich deren Blick verstärkt auf die Qualität des Fahrzeuginnenraums. Daher spielen eine ansprechende Ästhetik und gleichzeitig umfassende Funktionalität des Fahrzeuginnenraums eine überragende Rolle.

Für diese anspruchsvollen Anforderungen sind hochgradig funktionsintegrierte Softtouch-Bauteile eine elegante Lösung. Sie bilden eine hochwertige Optik im sogenannten „fugenlosen“ bzw. „seamless“ Design und bieten über Touch-Bedienfelder die Möglichkeit, verschiedenste Funktionen zu integrieren. Zur Umsetzung dieser high class-Konzepte stehen bislang jedoch weder die Werkstoffe, noch die Prozesstechnik zur Verfügung.

Ziel des von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderten Forschungsvorhabens SenseSkin ist es daher für diese Anwendung neuartige Materialen und angepasste Verarbeitungstechnologien bereitzustellen.

Hierfür wird ein thermoplastisches Material mit spezifischer Schub- und Druckhaptik entwickelt, die der menschlichen Haut ähnelt und daher haptisch als sehr angenehme empfunden wird. Zur Integration der Funktionen stehen funktionelle Folienmaterialien im Mittelpunkt, die einerseits zur Verarbeitung in den relevanten Prozessen und andererseits für den Einsatz im Automobilinnenraum geeignet sind. Diese neu zu entwickelnden Materialkomponenten werden anschließend in einem maßgeschneiderten, hochintegrierten Prozess zu einem Demonstratorbauteil verarbeitet.

Projektpartner sind die HEXPOL TPE GmbH, die Neue Materialien Bayreuth GmbH, die Dr. Schneider Unternehmensgruppe und die Universität Bayreuth sowie der assoziierte Partner Isosport Verbundbauteile GmbH.


Ansprechpartnerin

Neue Materialien Bayreuth GmbH
Dipl.-Ing. Katharina Krause | E-Mail: katharina.krause@nmbgmbh.de